Veranstaltung - Neues Projekt

Alzheimergesellschaft Stade
Alzheimer Gesellschaft Stade - Bungenstraße 8 - 21682 Stade
Alzheimergesellschaft Stade
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Alzheimergesellschaft Stade - Bungenstraße 8 - 21682 Stade
Alzheimergesellschaft Stade
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Ein Rückblick auf unsere Veranstaltungen
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2024
Die Alzheimergesellschaft Stade informiert in der Innenstadt
Der Info-Stand am 6. Juli 2024 war ein voller Erfolg. Die Resonanz war trotz der vereinzelten Sturmböen enorm!
2023
20 Jahre Alzheimergesellschaft Stade
Blick in die Presse
Szenische Lesung in der Seminarturnhalle
2019

Der Eintritt ist frei!

Prof. Dr. med. Gabriela Stoppe
ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie Spez. Alterspsychiatrie und Alterspsychotherapie.
Sie will nach 30 Jahren in der klinischen Medizin, davon 19 Jahre in leitender Funktion an den Psychiatrischen Universitätskliniken in Göttingen und Basel, Ihre Erfahrungen in die ambulante Versorgung einbringen.

Sie hat vor mehr als 20 Jahren am Universitätsklinikum Göttingen die Gedächtnissprechstunde/Memory Clinic begründet.
Sie ist vielfach engagiert und vernetzt – national und international – und hat mehrere Bücher, vor allem zu Demenz und Depression, herausgegeben.
Mit innovativen Konzepten will sie die Versorgung psychisch kranker alter Menschen verbessern.

Im letzten Jahr gehörte sie zu den ExpertInnen im Zukunftsdialog der deutschen Bundeskanzlerin. Näheres zu ihrer Person findet sich auf Ihrer persönlichen Website.
2018
Die Alzheimer Gesellschaft Stade lädt im Rahmen der Weltalzheimer-Woche zu einem weiteren Treffen in ihre Räume in der Bungenstr. 8 in 21680 Stade am Mittwoch, dem 19. September 2018 herzlich ein.

Nicht vergessen: das soziale Miteinander von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen ist für die Familien ein allgegenwärtiges Thema.
Der Tag ist meist strikt strukturiert und auch Abwechslung will überlegt sein.
An diesem Nachmittag wird für eine musikalische Gestaltung gesorgt, es werden flotte Lieder gespielt und auch das eine oder andere Musikstück wird zum Mitsingen einladen.
Gerade auch Klang und Musik bieten die Chance, im Alltag eine Basis zu finden um einen emotionalen Bezug zueinander herzustellen.
Wie immer ist die Veranstaltung kostenfrei und findet von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr statt.
Die Veranstalter freuen sich auf eine gute Resonanz dieser Premiere und bieten einen unkomplizierten Austausch bei Kaffee und Kuchen an.
"Hand in Hand für Norddeutschland" - unter diesem Motto wird einmal im Jahr eine multimediale Benefizaktion von allen Landesfunkhäusern, den Hörfunkprogrammen, dem Fernsehen sowie NDR.de realisiert. Mit dieser Programmaktion wird das soziale, gesellschaftliche Engagement des NDR zugunsten einer jährlich wechselnden Organisation gebündelt. In 2018 waren die Alzheimer Gesellschaften im Norden Partner der Aktion.

Die Alzheimergesellschaft Stade hat sich an dieser Aktion beteiligt. (Leider konnte das Vorhaben aufgrund der Corona-Krise nicht umgesetzt werden. Trotzdem ist das Interview interessant und aufschlußreich und wird hier deshalb noch einmal aufgeführt).

In der Sendung Redezeit von NDRinfo und in der Sendung Visite von NDR 1 stellte sich unter anderem Frau Eva Becker von der Alzheimergesellschaft Stade den Fragen der Moderatoren. Sollten Sie die Sendung verpasst haben, können Sie sie hier noch einmal anhören (klicken auf das Dreieck beim Player):

Redezeit
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Visite
Moderation: Melanie Thieltges - Sendung vom: 12.12.2018
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Themennachmittag am 6. Juni 2018
von 14:00 bis 16.30 Uhr


Sie sind herzlich eingeladen in die Räume
Der Eintritt ist frei

  • Wie regle ich die persönlichen und wirtschaftlichen Angelegenheiten
der Alzheimergesellschaft Stade in der Bungenstr. 8 in 21680 Stade.
Am Mittwoch, den 06.06.2018 in der Zeit von 14:30 bis 16:30 Uhr
wird Frau Rechtsanwältin Ines Behrens kompetent referieren über:

  • Wer hilft bei der korrekten Abwicklung der Rechtsgeschäfte meines an
Demenz erkrankten Angehörigen?

Lesung in der Seminarturnhalle mit Frau Professor Dr. Keil
am 7. Februar 2018 um 18:30 Uhr

Wenn das Leben um Hilfe ruft.

Die Alzheimer Gesellschaft Stade lädt am 7. Februar um 18:30 Uhr zu einer Veranstaltung mit diesem Thema in die Seminarturnhalle ein. Es ist uns gelungen , Frau Professorin Doktor Keil zu einer Lesung mit anschließender Diskussion zu gewinnen.

Frau Dr. Annelie Keil ist Professorin für Social - und Gesundheitswissenschaften an der Universität Bremen und Dekanin a. D. Bei der Veranstaltung werden Themen angesprochen , die für uns alle von zentraler und persönlicher Bedeutung sind. So geht es zum Beispiel um die Frage, was uns Menschen bewegt, uns um einander zu kümmern. Wie entsteht ein Gefühl für Verantwortung für andere und Hilfsbereitschaft ?

Ist es unsere Pflicht, uns um unsere Angehörigen zu kümmern? Und muss der pflegende Angehörige bedingungslos sein Leben für den Kranken geben? Zur Zeit werden 70 % aller Pflegebedürftigen in Deutschland ohne weitere Hilfe nur von Angehörigen versorgt. Wie halten Pflegende über Jahre den Pflegealltag aus?

Wer hilft Ihnen? Darf man sich trennen, wenn sich ein Partner durch eine schwere Krankheit wie Demenz in eine andere Person verwandelt ? Hilfe kann auch erdrückend sein, unmündig machen. Wie bleibt die Selbstbestimmung der Bedürftigen und Kranken erhalten ?

Frau Professor Doktor Phil. Annelie Keil kann zu diesen und vielen anderen Fragen im Umgang mit Hilfsbedürftigkeit Antworten geben. Ihre Arbeitsschwerpunkte an der Universität Bremen sind Gesundheitswissenschaft und psychosomatische Kranken - Forschung , Biografie – und Lebensweltforschung sowie die Arbeit mit Menschen in Lebenskrisen, Schwerkranken und Sterbenden.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist kostenfrei. Über Spenden würden sich die Alzheimergesellschaft allerdings freuen.
Alzheimergesellschaft Stade informiert zum Thema: "Demenz"
Am Sonnabend, den 23. September vor dem Schwedenspeicher im "memory Mobil"


Sie stellten sich am Samstag den Fragen der Besucher
   (v.l.n.r.): Martina Dahlke, Iris Hagen, Dr. von der Damerau, Jaqueline Flögel

Wir Menschen werden immer älter. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko an einer demenziellen Störung zu erkranken. Es ist daher wichtig dass wir über diese Krankheit und über die im Krankheitsfall vorhandenen Hilfen gut informiert sind.

Am Sonnabend den 23. September wird die Alzheimer Gesellschaft Stade vor dem Schwedenspeicher-Museum für die Bürger unserer Stadt ihre Arbeit vorstellen. Dabei besteht die Möglichkeit in einem dort abgestellten Wohnmobil, dem "memory Mobil" Gedächtnistests durchführen zu lassen.

Außerdem sind Mitglieder unserer Gesellschaft anwesend, um eine Beratung zu dem Thema Demenz anzubieten. Wir haben inzwischen eine große Zahl von qualifiziert ausgebildeten Helferinnen, die von den Angehörigen erkrankter Personen angefordert werden können, um die Betreuung ihrer kranken Partner zu sichern. So können Sie einmal unbesorgt für ein paar Stunden das Haus verlassen. Die Kosten hierfür werden von den Pflegekassen vollständig übernommen.

Weiterhin haben wir im Krankenhaus Lotsen zur Verfügung gestellt, die demente Patienten im Krankenhaus begleiten. Für die Altenheime wurde ein Qualitäts-Siegel eingeführt, das von der Universität Würzburg evaluiert worden ist.

Zusätzlich besteht eine Angehörigen - Selbsthilfegruppe, ein Beratungstelefon und demnächst auch ein Tanz-Kaffee für demente Patienten. Wir lassen sie nicht im Stich.

Wir sind die Hand die hält.

2017
Tag der offenen Tür
Am 13. Mai 2017 ab 11:00 Uhr veranstalten wir einen Tag der offenen Tür in der Bungenstrasse 8.




2016
Tageblatt-Serie zum Thema Demenz:

Wenn der Partner dement ist

STADE. Auch mit 79 Jahren ist Helga Rühle ehrenamtlich engagiert, trifft sich mit Freunden, fährt Auto. „Ich mache aber deutlich weniger“, erzählt sie. Der Grund dafür ist die Erkrankung ihres Mannes. Dietrich Rühle ist dement.

Seit 1960 lebt das Ehepaar in Stade. Dass mit ihrem Mann etwas nicht stimmte, bemerkte Helga Rühle erstmals 2002. Das Paar unternahm damals öfter Gruppenrundreisen. Doch auf einmal fand Dietrich Rühle sich in einem großen Hotel nicht mehr zurecht. Als ihm schließlich 2005 im Gespräch mit seiner Frau nicht ein einziges Geschäft in der Hökerstraße mehr einfiel, ließ er sich vom Neurologen untersuchen. Die Diagnose: vaskuläre, also gefäßbedingte, Demenz. Ursache hierfür sind Durchblutungsstörungen im Gehirn, die das Gewebe dauerhaft schädigen. Männer sind häufiger betroffen, außerdem steigern Rauchen, Bluthochdruck, erhöhte Blutfette (Cholesterin), Diabetes das Erkrankungsrisiko. Soweit die Statistik. Obwohl er immer schlank, sein Blutdruck immer niedrig war, hatte Dietrich Rühle 1987 seinen ersten Schlaganfall. Mit 52 Jahren.

Bis heute erlitt der 80-Jährige mehrere kleinere Schlaganfälle. Die Schäden im Gehirngewebe zeigen sich auf MRT-Bildern als weiße Flecken. „Ich nenne sie Löcher im Gehirn“, sagt Helga Rühle. Im Gegensatz zu Alzheimer, der häufigsten Form der Demenz, verläuft die Krankheit ihres Mannes nicht als kontinuierlicher Prozess. Dafür kann jeder neue Schlaganfall zu einer abrupten Verschlechterung führen. „Ich hatte schon Ausfälle des Auges, das hat sich aber gebessert“, erzählt Dietrich Rühle. In der Medizin wird dieses Phänomen Neuroplastizität genannt: Schädigungen im Gehirngewebe durch die Minderdurchblutung können kompensiert werden, indem andere Bereiche die Aufgabe übernehmen. Die „Löcher“ bleiben dennoch zurück. Sie sorgen dafür, dass Dietrich Rühle in bestimmten Alltagssituationen auf Hilfe angewiesen ist.

Die Desorientierung ist eines der Symptome, die Dietrich Rühle am stärksten beeinträchtigen. „Manchmal gehe ich durch die Straßen und auf einmal kommt mir alles neu vor“, erzählt der 80-Jährige. „Dann denke ich: Die Ecke kennst du gar nicht, das kann nicht sein.“

Von Helga Rühle fordert die Demenz ihres Mannes Verständnis, Rücksicht und Geduld. Er sei antriebslos geworden, sagt sie. Wochen nach Weihnachten hat er es nicht geschafft, alle Grüße zur Post zu bringen. „Manchmal wundere ich mich, wo die Zeit bleibt“, sagt Dietrich Rühle. Seine Bewegungen sind schwerfälliger geworden. Beim Gehen ist der Körper des 80-Jährigen nach vorn gebeugt. Er macht kleine Schritte. Zwar kann er sich noch selbstständig waschen und anziehen, braucht aber gelegentlich Hilfe. „Die Knöpfe bereiten mir Schwierigkeiten.“ Ein typisches Bild im Alltag des Ehepaars: Während Helga Rühle durch die Wohnung wirbelt, sitzt ihr Mann am Esstisch und macht nichts.

Wenn sich der Großteil des Lebens um den pflegebedürftigen Ehepartner dreht, können auch die Angehörigen krank werden – vor allem, wenn sie selbst älter sind. Je nach Schweregrad der Demenz kann es sein, dass der Angehörige rund um die Uhr für seinen Partner da sein muss. Ihn waschen, füttern und wickeln muss, während der Erkrankte ihn beschimpft oder um sich schlägt. Dass er aufpassen muss, dass der Partner nicht stürzt, wenn er nachts durch die Wohnung irrt. Er es aushalten muss, dass der Mensch, mit dem er viele Jahrzehnte seines Lebens geteilt hat, immer mehr abbaut, bis er selbst engste Familienmitglieder nicht mehr kennt.

Wut, Verzweiflung und Trotz sind häufige Reaktionen pflegender Angehöriger. Es passiert nicht selten, dass sie sie selbst vernachlässigen, depressiv werden oder sogar beginnen, ihren Partner für die Krankheit zu hassen. Dazu kommt oft das Gefühl der Scham. Viele Angehörige ziehen sich zurück, wenn ihr Partner dement ist, weil sie nicht möchten, dass Nachbarn oder Bekannte schlecht über sie reden.

Viele Demenzerkrankte und ihre Angehörige machten den Fehler, sich aus Scham nicht rechtzeitig um Hilfe zu kümmern, erklärt Dr. Volker von der Damerau, Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Stade. „Dabei können die Symptome besser behandelt werden, je früher die Krankheit erkannt wird.“ Außerdem sollten Angehörige die Suche nach Hilfe nicht so lange hinauszögern, bis die Belastung für sie zu stark wird. Helga und Dietrich Rühle haben auf Anraten ihres Sohnes schon relativ früh Pflegegeld beantragt.

Einmal pro Woche besucht Kerstin Wetzel das Ehepaar Rühle. Die 50-Jährige ist eine von 57 ehrenamtlichen Helferinnen, die die Stader Alzheimer Gesellschaft an Haushalte mit Demenzerkrankten vermittelt. 8 Euro erhält sie dafür pro Stunde, die Kosten werden von den Pflegekassen erstattet. Der Stundentarif ist deshalb so niedrig, weil sämtliche organisatorischen Arbeiten auf ehrenamtlicher Basis erledigt werden.

Pflegekräfte sind die Helferinnen nicht. Sie verbringen Zeit mit den Demenzkranken, begleiten, beschäftigen und beaufsichtigen sie. Kerstin Wetzel geht mit Dietrich Rühle spazieren, spielt mit ihm Gesellschaftsspiele oder bringt ihren Zwergspitz Florian mit. „Für mich ist das Schönste daran, wenn ich die Menschen aufmuntern kann“, sagt sie.

Für die Betreuung der Dementen werden die Helferinnen der Alzheimergesellschaft speziell geschult. Etwa ein halbes Jahr lang absolvieren sie verschiedene Kurse, bevor sie zu den Familien in Stade und im Umkreis geschickt werden. Auch danach treffen sich die Helferinnen regelmäßig, tauschen sich über ihre Erfahrungen aus und erhalten weitere Fortbildungen. Zuständig für die Ausbildung der Helferinnen sind Eva Becker und Erika Migowski. Die beiden Frauen bringen medizinisches und pflegerisches Fachwissen mit. Sie entscheiden auch darüber, welche Helferin zu welchem Haushalt am besten passt.

Die Helferinnen der Alzheimer Gesellschaft entlasten aber auch die Angehörigen, die dadurch eine Auszeit von der Betreuung nehmen können. Und sie sind Ansprechpartner für viele Fragen rund um die Krankheit. „Für mich ist es auch einfach schön zu sehen, wenn mein Mann neue Eindrücke mitnimmt“, sagt Helga Rühle. Ob ein ungewohnter Schlenker beim Spazierengehen, oder ein Spiel, bei dem er eine kleine Figur greifen muss – die Kerstin Wetzel baut bewusst kleine Hürden ein, die Dietrich Rühle fordern.

Vor einigen Wochen besuchte Dietrich Rühle einen an Alzheimer erkrankten ehemaligen Arbeitskollegen. Er wohnt im Seniorenheim. Doch durch die Krankheit erscheine er so abwesend, als lebe in einer anderen Welt. Wenn es nicht mehr geht, sagt Dietrich Rühle, würde er auch in ein Pflegeheim gehen. „Ich bin aber froh, dass ich es noch nicht muss.“


Wer selbst Helfer werden möchte oder die häusliche Begleitung in Anspruch nehmen möchte, erreicht die Alzheimer Gesellschaft Stade montags bis freitags unter Telefon 0 41 41 / 600 774 sowie montags von 17 bis 19 Uhr unter dem Alzheimer-Beratungstelefon 0 41 41 / 800 220.
Tageblatt, 22.04.2016
Autor: Catharina Meybohm



Demenz: Wenn Vergesslichkeit zur Krankheit wird

LANDKREIS. Den Geburtstag eines Freundes des verschwitzt, den Regenschirm in der Bahn liegen gelassen – und wo ist schon wieder der Schlüsselbund abgeblieben? Vergesslichkeit kennt jeder. Doch wo hört Tüdeligkeit auf? Und wo fängt Demenz an?

Etwa 1,5 Millionen Menschen in Deutschland sind dement. In Niedersachsen lebten im Jahr 2012 laut einer Schätzung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft etwa 144 300 Erkrankte. Heruntergerechnet ergibt das für den Landkreis Stade etwa 3664 Menschen mit Demenz – fast so viele, wie in der Gemeinde Apensen leben. Das Risiko an einer Demenz zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter. Und durch eine immer höhere Lebenserwartung wird auch die Zahl der Erkrankten weiter ansteigen.

Demenz ist der Oberbegriff für den fortschreitenden Abbau des Gehirns. Vergesslichkeit wird am häufigsten mit der Krankheit in Verbindung gebracht, ist aber nur ein Symptom von vielen. Und: Wer seine Lesebrille verbummelt oder mal einen Namen vergisst, muss nicht gleich zum Arzt. Vergisst ein Mensch jedoch nicht nur das, was für ihn neu ist, sondern fallen ihm auch Worte nicht mehr ein, verlernt er alltägliche Handlungsabläufe wie Anziehen oder Kochen und verändert sich obendrein noch sein Wesen, indem er beispielsweise teilnahmslos wird – dann kann dies auf eine Demenz deuten.

Wer den Verdacht hat, dass er von der Krankheit betroffen sein könnte, konsultiert den Hausarzt. Danach geht es weiter zum Facharzt, der eine genaue Diagnose stellen kann. Zu differenzieren, um welche Form der Demenz es sich handelt, ist wichtig, damit die Therapie darauf abgestimmt werden kann. Am häufigsten tritt das Alzheimer Syndrom auf. Etwa 70 Prozent aller Patienten mit Demenz sind davon betroffen. Hierbei sorgen chemische Umwandlungsprozesse für einen kontinuierlichen Abbau der Verknüpfungen von Nervenzellen.

Grob lässt sich der Verlauf von Alzheimer in drei Stadien einteilen. Zuerst spüren Patienten die Krankheit, wenn sie Lernschwierigkeiten haben, ihnen manche Worte nicht mehr einfallen oder sie Schwierigkeiten haben, sich zu orientieren. Im Schnitt dauert diese Phase drei Jahre. Gerade am Anfang können die Erkrankten die Symptome noch überspielen: Sie umschreiben die Begriffe, die ihnen partout nicht einfallen wollen, schieben die Schuld auf andere, wenn sie etwas verloren haben oder tun so, als würden sie ihrem Gegenüber absichtlich Spitznamen geben, wenn ihnen eigentlich der Name nicht mehr einfällt.

Im mittleren Stadium sind das logische Denken des Alzheimerpatienten eingeschränkt und die Wortfindungsstörungen stärker ausgeprägt. Komplexe Handlungen, wie einen Pullover anzuziehen oder Staubsaugen, werden unmöglich. Auch räumliche Desorientiertheit setzt ein: Es klingelt, und der Alzheimerpatient geht in die Küche, weil er das Geräusch nicht mehr mit Besuch an der Haustür in Verbindung bringt. Im mittleren Stadium sind die Patienten häufiger aggressiv.

In der schweren Phase, die im Durchschnitt nach weiteren drei Jahren erreicht wird, sind viele Patienten depressiv. Sie können sich kaum noch sprachlich mitteilen, sind inkontinent und stark pflegebedürftig. Beim Essen steigt das Risiko, dass sich die Patienten verschlucken und ersticken. Ihr Tag-Nacht-Rhythmus ist gestört: Sie sind tagsüber schläfrig und werden erst nach Sonnenuntergang aktiv. In der Medizin wird dieses Phänomen daher auch als „Sundowning“ bezeichnet, abgeleitet vom englischen Begriff für Sonnenuntergang.

Die zweithäufigste Form der Demenz ist die vaskuläre Demenz, die bei etwa 20 Prozent der Fälle auftritt. Sie wird durch Durchblutungsstörungen im Gehirn hervorgerufen. Die Symptome können denen von Alzheimer ähneln, lassen sich in ihrem Verlauf und Ausmaß aber nicht so genau voraussagen.

Die übrigen zehn Prozent der Patienten sind an anderen Demenzformen erkrankt. Hierzu gehört beispielsweise das sogenannte Korsakow-Syndrom, das vor allem bei Alkohol- und Drogenabhängigen im Zuge der Vergiftung auftritt. Die Krankheit Morbus Pick betrifft häufig Frauen um die 40. Das Spektrum der Symptome reicht hier von Apathie bis zur völligen Enthemmung, bei der die Patienten ihre Triebe nicht mehr unter Kontrolle haben.

Vorbeugung vor Demenz gibt es nicht. Auch Menschen, die in ihrem Leben vieles gelernt haben, sind von der krankhaften Vergesslichkeit nicht geschützt – es fällt nur später auf. Der Neurologe Professor Dr. Manfred Spitzer erklärte es beim Jahresempfang der Sparkasse-Harburg Buxtehude so: „Unser Gehirn hat keine Festplatte, aber hundertmillionen Nervenzellen, die, je mehr sie benutzt werden, sich mehr erneuern.“ Bei Menschen, die ihr Gehirn trainieren, indem sie zum Beispiel mehrere Sprachen sprechen, werde der demenziell bedingte Abbau später spürbar.

Nichtsdestotrotz: Hat der Abbauprozess des Gehirns erst einmal eingesetzt, lässt er sich nicht mehr aufhalten. Die Therapiemaßnahmen, von Logopädie bis hin zu Medikamenten, können den Krankheitsverlauf nur verlangsamen, aber nicht umkehren.
Tageblatt, 26.04.2016
Autor: Catharina Meybohm



Demenz: Wenn Hündin Loki ins Seniorenheim kommt

BUXTEHUDE. Sie wirken teilnahmslos, starren ins Leere. Ihre Gedanken kreisen um Dinge, die bereits Jahrzehnte zurückliegen. Die Bewohner des gerontopsychiatrischen Fachbereichs im Seniorenheim Waldburg sind hochgradig dement.

Alle zwei Wochen holen Angelika Knoefel und ihr Besuchshund Loki sie ein Stück zurück in die Gegenwart.

Wenn Hündin Loki die Bewohner des Seniorenheims Waldburg in Buxtehude besucht, geht sie zur Begrüßung der Reihe nach auf jeden zu. Ihr Frauchen Angelika Knoefel weicht ihr dabei nicht von der Seite. Die siebenjährige Besuchshündin wedelt mit dem Schwanz, wenn die Senioren sie streicheln – vor allem, wenn es dazu noch ein Leckerli gibt. Weniger selbstverständlich als die Reaktionen des Tieres sind die der Bewohner: Sie lachen, rufen Loki zu sich und verfolgen aufmerksam die Bewegungen des Hundes. Die Momente mit Loki scheinen die Senioren sehr bewusst wahrzunehmen – obwohl sie hochgradig dement sind.

14 Bewohner leben in dem gerontopsychiatrischen Fachbereich der Waldburg, der speziell auf die Bedürfnisse Demenzkranker ausgerichtet ist. „Pro Schicht sind drei Mitarbeiter im Einsatz“, sagt die Leiterin des Wohnbereichs, Ines Ottens. Ein demenzkranker Mensch, erklärt sie, verliert nach und nach immer mehr seines Kurzzeitgedächtnisses. Dadurch geht er stetig weiter in der Zeit zurück und arbeitet Dinge aus der Vergangenheit auf. Außerdem sind die schwerdementen Bewohner stark desorientiert. Gleichzeitig weisen sie eine starke Weg- beziehungsweise Hinlauf-Tendenz auf. Das bedeutet, dass sie angetrieben durch eine innere Unruhe dazu neigen, davonzulaufen. Um dies zu verhindern, sind sämtliche Türen des Wohnbereichs mit Vorhängen verdeckt. „Ein Demenzkranker vermutet dahinter keine Tür“, erklärt Ottens.

Die erneut durchlebte Vergangenheit erscheint den Demenzkranken real. „Unsere Aufgabe ist es, die Menschen da abzuholen, wo sie gerade stehen“, sagt Ottens. Ein Bewohner etwa frage immer wieder, wann ihn seine Mutter besuchen komme; eine Bewohnerin warte darauf, von ihren Familienmitgliedern zurück nach Hause gebracht zu werden. „Ihnen zu erzählen, dass die Mutter unmöglich 120 Jahre alt sein kann oder dass der Kontakt zur Familie vor Jahren abgerissen ist, würde sie nur verwirren“, erklärt die Leiterin des Wohnbereichs. Der Tagesablauf der Bewohner ist durchgeplant und ritualisiert, feste Strukturen und Wiederholungen vermitteln Sicherheit. Dennoch sind sie durch die Symptome stark von ihrem sozialen Umfeld isoliert. Demenz macht einsam.

Alle zwei Wochen besucht Knoefel mit Loki für etwa eine Dreiviertelstunde die Bewohner des gerontopsychiatrischen Fachbereichs. „Die Anwesenheit von Loki bewirkt unheimlich viel“, erklärt die 64-Jährige. „Man kann richtig sehen, wie sie diese Zeit aus ihrer Lethargie herausholt.“ Wenn Loki mit ihnen kuschelt und spielt, beginnen die Bewohner zu lächeln und werden deutlich entspannter. „Und das Wichtigste: Das Gefühl der Einsamkeit ist weg, wenn sie mit dem Hund zusammen sind“, sagt Ottens.

Den Anstoß, mit ihrer Hündin etwas für ältere Menschen zu tun, kam Knoefel vor drei Jahren beim Gassigehen. „Es kam öfter vor, dass Menschen mit Rollator positiv auf Loki reagiert haben“, erzählt sie. „Mir war klar: Da musst du etwas machen.“ Im Internet stieß sie auf eine Trainerin aus Schleswig-Holstein, bei der man einen Besuchshundeschein machen kann. Loki und ihr Frauchen absolvierten drei Wochenendseminare, gingen mit der Trainerin zu Menschen mit psychischen Erkrankungen oder zu Wachkomapatienten. Außerdem lernte Knoefel, welche Voraussetzungen sie für den Einsatz im Seniorenheim schaffen musste, von der Hunde-Haftpflichtversicherung bis zur Hygiene.

Der Buxtehuder Lions-Club „Franziska von Oldershausen“ unterstützt den Einsatz von Loki und bezuschusst die Kosten für das Futter. Darüber hinaus hat der Club 2014 ein Förderprojekt für den Einsatz weiterer Besuchshunde gestartet. Im Frühjahr 2015 nahmen fünf Frauen mit ihren Hunden das Training auf und sind seit September in verschiedenen Seniorenheimen in Buxtehude im Einsatz. Dort besuchen sie nicht nur schwer an Demenz Erkrankte, sondern auch Senioren, die ansonsten keinen Besuch bekommen.

Die Aus- und Weiterbildungskosten von bis zu 1000 Euro pro Hund stammen aus den Einnahmen der jährlich stattfindenden Osterei-Aktion des Lions Clubs. „Uns lag es schon lange am Herzen, etwas für Senioren zu tun“, sagt Susanne von Arciszewski vom Lions Club. „Und beim Verkauf der Ostereier kam die Aktion so gut an, dass viele Menschen freiwillig mehr gespendet haben.“ Auch die Rückmeldungen der Seniorenheime und von den Hundehaltern seien durchweg positiv, berichtet sie.

Nicht aber jeder Hund eignet sich für den Einsatz als Besuchshund. „Das Tier muss stressresistent sein“, sagt Knoefel. Gerade älteren Menschen passiere es leicht, dass sie aufgrund von Erkrankungen versehentlich fest zupacken. „Der Hund muss das aushalten.“ Der Halter muss wiederum aufpassen, dass der Hund den Senioren nicht wehtut oder die Bewohner in Ruhe lässt, die keinen Kontakt möchten.

Knoefel hat in ihrer Familie bereits Erfahrung mit Demenzpatienten gemacht. Trotzdem sei sie am Anfang unsicher gewesen, ob sie die Besuche aushalten kann. Heute ist sie stolz darauf, wenn sie mit ihrer Hündin Loki den Bewohnern des Seniorenheims in Buxtehude ein Stück Geborgenheit geben kann.
Tageblatt, 28.04.2016
Autor: Catharina Meybohm


Lesung in der Seminarturnhalle
am 19. Oktober 2016 - Eintritt frei

Eine Produktion von movingtheatre.de/Köln in Kooperation mit zielophon

Arno Geiger hat ein tief berührendes Buch über seinen Vater geschrieben, der trotz seiner Alzheimer-Krankheit mit Vitalität, Witz und Klugheit beeindruckt. Die Krankheit löst langsam seine Erinnerung und seine Orientierung in der Gegenwart auf, lässt sein Leben abhandenkommen.

Arno Geiger erzählt, wie er nochmals Freundschaft mit seinem Vater schließt und ihn viele Jahre begleitet. In nur scheinbar sinnlosen und oft so wunderbar poetischen Sätzen entdeckt er, dass es auch im Alter in der Person des Vaters noch alles gibt: Charme, Selbstbewusstsein und Würde.

Achim Conrad und Thomas Zieler nähern sich in ihrer szenischen Lesung behutsam dieser so besonderen Beziehung und erzählen von einem Leben, das es immer noch zutiefst wert ist, gelebt zu werden.
2015
Ausstellung in der Sparkasse Harburg-Buxtehude

19.05. bis 18.06.2015
Ausstellung - Fotografien von Claudia Thoelen
Bilderausstellung
vom 19.05. bis 18.06.2015
in der Sparkasse Harburg-Buxtehude
Bahnhofstr. 16-18
Eröffnung: 19.05.2015 um 19:00 Uhr
Neue Helferinnen für die häusliche Betreuung von Menschen mit Demenz
Am 17. November 2015 wurden den 11 neuen Helferinnen ihre Zertifikate durch Frau Becker und Frau Migowski überreicht. Qualifiziert durch die  Alzheimer Gesellschaft Stade können die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer nach 10 Fortbildungsabenden nun zum Einsatz kommen.

Sie bieten den pflegenden Angehörigen Entlastung  und ermöglichen zeitlichen Freiraum. Im Mittelpunkt der Helfertätigkeit steht der individuelle Kontakt  und die Begleitung sowie Beschäftigung mit dem Demenzkranken im Rahmen seiner vorhandenen  persönlichen Möglichkeiten.

Während ihrer Tätigkeit werden die Helferinnen und Helfer im Ablauf des Jahres regelmäßig in Gesprächsrunden begleitet und fortgebildet.

Bei Vermittlung einer passenden Helferin oder Helfers findet vorab ein Erstgespräch statt, das gemeinsam von einer Ärztin und einer Pflegefachkraft durchgeführt wird, um die Vorstellungen und Wünsche des Angehörigen zu erfahren und den Demenzkranken kennenzulernen.
Für den Einsatz erhalten die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer 8 € pro Stunde und Kilometergeld. Die Kosten für die Helfereinsätze werden von der Pflegekasse bei vorhandenem Anspruch je nach Schwere der Demenz bis 100 € , bzw. bis 200 € monatlich erstattet.

Bei Bedarf an einem ehrenamtlichen Helfereinsatz können sich Angehörige an die Alzheimer Gesellschaft Stade unter 04141-800220 oder 04141-600774 wenden.
2014
Benefizgolftunier 2014 des Golfclub Gut Immenbeck e.V.

2013
Ausstellung in der Seminarturnhalle:
Begegnung in Bildern und Worten


Die Hamburger Fotografin Claudia Thoelen zeigt in ihrer Ausstellung in der Seminarturnhalle in Stade ein Portrait der Demenzkranken Viktoria von Grone.
Viktoria ist 62 Jahre alt, Mitgründerin einer Selbsthilfegruppe und tritt öffentlich für die Anliegen und Bedürfnisse von Demenzkranken ein. In einem Zeitraum von einem Jahr ist ein Portrait von ca. 30 Bildern entstanden.
Eine ungewöhnliche Geschichte und wohl auch die erste Ausstellung, an der eine Betroffene mitgearbeitet hat.
Die Veranstaltung findet
am 15. November 2013 um 18:00 Uhr
in der Seminarturnhalle statt.
(Einlass ab 17:30 Uhr)
Frau Thoelen wird die Bilder vorstellen - dazu gibt es eine Lesung von Herrn Kühn.
Benefizgolftunier 2013 des Golfclub Gut Immenbeck e.V.
       

Neue Helferinnen und Helfer für die häusliche Betreuung von Menschen mit Demenz
Die Freude war groß bei 19 Helferinnen und einem Helfer über das frisch erworbene Zertifikat zur Betreuung demenzkranker Menschen in ihrer Häuslichkeit. Qualifiziert durch die  Alzheimer Gesellschaft Stade können die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer nach 10 Fortbildungsabenden nun zum Einsatz kommen.

Sie bieten den pflegenden Angehörigen Entlastung  und ermöglichen zeitlichen Freiraum. Im Mittelpunkt der Helfertätigkeit steht der individuelle Kontakt  und die Begleitung sowie Beschäftigung mit dem Demenzkranken im Rahmen seiner vorhandenen  persönlichen Möglichkeiten.

Während ihrer Tätigkeit werden die Helferinnen und Helfer im Ablauf des Jahres regelmäßig in Gesprächsrunden begleitet und fortgebildet.

Bei Vermittlung einer passenden Helferin oder Helfers findet vorab ein Erstgespräch statt, das gemeinsam von einer Ärztin und einer Pflegefachkraft durchgeführt wird, um die Vorstellungen und Wünsche des Angehörigen zu erfahren und den Demenzkranken kennenzulernen.

Für den Einsatz erhalten die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer 8 € pro Stunde und Kilometergeld. Die Kosten für die Helfereinsätze werden von der Pflegekasse bei vorhandenem Anspruch je nach Schwere der Demenz bis 100 € , bzw. bis 200 € monatlich erstattet.

Bei Bedarf an einem ehrenamtlichen Helfereinsatz können sich Angehörige an die Alzheimer Gesellschaft Stade unter 04141-800220 oder 04141-600774 wenden.
Hilfe für Menschen mit Demenz im Krankenhaus
Aufgrund der Fülle und der ständig wachsenden Aufgaben sind die Mitarbeiter im Krankenhaus oft intensiv gefordert und manchmal auch überfordert, sich den Demenzkranken oder den Patienten, deren Neben-diagnose Demenz lautet, ausreichend zuzuwenden.

Immer wieder kommt es daher im Ablauf des Tagesrhythmus zu Störungen innerhalb der Klinik, die die Patienten verunsichern und das Pflegepersonal vermehrt beanspruchen. Seit Jahren ist der Alzheimer Gesellschaft Stade dieses nicht unerhebliche Defizit - häufig auch von den betroffenen Angehörigen geäußert - bewusst.
2010 und 2011 wurden Helferinnen für den häuslichen Bereich der Demenzkranken geschult. Aus beiden Kursen haben sich jetzt Helferinnen für das Krankenhaus -Projekt gemeldet. Der Einsatz findet täglich in zwei Schichten statt - von 8 - 12 Uhr u. von 15 - 19 Uhr - und wird monatlich im voraus geplant.

Die Helferinnen sollen während des Einsatzes das Pflegepersonal entlasten - ähnlich wie im häuslichen Bereich die Angehörigen entlastet werden. Die Unterstützung dient ausschließlich der Betreuung, der Beaufsichtigung und Begleitung z.B. zu Untersuchungen und Behandlungen innerhalb des Krankenhauses.

Die Alzheimer Gesellschaft Stade hofft, dass die qualifizierten Helferinnen zu einer ruhigen und entspannten Atmosphäre beitragen, um die Ängste der Kranken zu reduzieren. Für die Patienten soll ein emotionaler Freiraum geschaffen werden, damit sich Vertrauen und eine größere Sicherheit bei den Betroffenen entwickeln kann.
Ein regelmäßiger Austausch zwischen der Pflegeleitung, den Helferinnen und der Alzheimer Gesellschaft ist geplant.

Der Vorstand der Alzheimer Gesellschaft Stade freut sich über den Beginn und die Umsetzung eines Modells, welches seit Jahren geplant und jetzt verwirklicht wird.

2012
Benefizgolftunier des Golfclub Gut Immenbeck e.V.
Benefizgolfturnier des Golfclub Gut Immenbeck e.V.
Am 3. Oktober 2012 führt der Golfclub Gut Immenbeck e.V. ein Benefizgolfturnier zu Gunsten der Alzheimer Gesellschaft Stade durch.
Um 11:00 Uhr ist Kanonenstart. Anmeldungen (nach Möglichkeit paarweise) bis Sonntag, den 30.09.2012
Einzelheiten finden Sie hier oder mit einem Klick auf das Logo.

Theaterstück: "Du bist meine Mutter"

DU BIST MEINE MUTTER
Stück von Joop Admiraal
Deutsch von Monika Thé
Der holländische Schauspieler Joop Admiraal besuchte jeden Sonntag seine 80jährige alzheimerkranke Mutter im Pflegeheim. Diesen Vorgang hat er 1981 in einen ungewöhnlichen Theaterabend umgesetzt: Er spielte sowohl sich selbst als auch seine Mutter.
Mit dieser subtilen Gratwanderung zwischen Privatem und allgemein nachvollziehbarem Geschehen, zwischen Komik und Melancholie, hat er seiner Mutter ein erschütterndes Denkmal gesetzt: ein zeitlos schönes, bestürzend komisches Stück Theater über die Schrecken und Absonderlichkeiten des Alters, das Mit - und Gegeneinander von Jung und Alt und überhaupt das Leben, die Liebe...
Inzwischen wurde „Du bist meine Mutter“ in ganz Europa in über 50 Inszenierungen erfolgreich nachgespielt. Es wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Adolph-Grimme-Preis und mit dem niederländischen Louis D’Or und war in der Fachzeitschrift THEATER HEUTE Stück des Jahres.
Die Premiere dieser Inszenierung - in der Regie von Bernd Sass mit Achim Conrad als Joop - fand in Aachen statt. Seither war sie fest im Repertoire des Theaters Dortmund, des Altonaer Theaters Hamburg und des Staatstheaters Mainz zu sehen sowie deutschlandweit als Gastspiel an verschiedenen Bühnen. Bisher über 100 Vorstellungen.

FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG: „Joop Admiraal hat seiner alzheimerkranken Mutter ein erschütterndes Denkmal gesetzt ... das Bernd Sass mit großem Einfühlungsvermögen inszeniert hat. Die Darstellung eines alten Menschen durch einen jungen Schauspieler gehört gewiss zu den schwierigsten Herausforderungen, die das Theater zu bieten hat, zumal, wenn er auch noch den Geschlechterwechsel zu bewältigen hat. Achim Conrad gelingt dieser Balanceakt mit Bravour ... er macht auf ergreifende Weise sichtbar, daß hier ein Mensch mit all seinen Ängsten und Erfahrungen, Launen und Sehnsüchten noch immer vorhanden ist und gegen den Zerfall ankämpft.“
                                                                          
AACHENER NACHRICHTEN: „Wie sich Achim Conrad vom liebenswürdigen Sohn in die verwirrte alte Frau verwandelt, wie er diesen seltsamen und doch so vertraut anmutenden ‘Dialog’ gestaltet, ist oft bestürzend, manchmal komisch, immer faszinierend und absolut sehenswert.“
                                                                                                  
DARMSTÄDTER ECHO: „Der junge Regisseur Bernd Sass übt sich behutsam in der Kunst der Kunstlosigkeit, und der wunderbar genaue, zurückhaltende Achim Conrad erreicht Leichtigkeit, sogar Heiterkeit in der Darstellung des psychischen Verfalls.“                                          
                                                                                                           
TAZ HAMBURG: „... Gelungenes, bravouröses Schauspielertheater.“                                              
Inhalt
Der 35jährige Schauspieler Joop trifft zu Hause die letzten Vorbereitungen für den allsonntäglichen Besuch bei seiner Mutter im Pflegeheim.
Unterwegs, im Zug und im Bus, teilt er uns kurze Erinnerungssplitter aus seiner Kindheit mit: Wie war das noch mit seiner Weigerung, samstags nach der Schule einkaufen zu gehen? Und wie hat es Mutter eigentlich geschafft, die ganze Familie im Griff zu halten, und ihn dabei zu ihrem „Gott“ zu machen?
Im Pflegeheim angekommen, trifft er die völlig aufgelöste Mutter an, die ihrem Leben ein Ende machen will. Sie leidet an Alzheimer. Joop überzeugt sie mit viel Geduld, dass alles wieder gut werden wird. So machen sie sich auf zu einem Spaziergang im Park. Dort entwickelt sich ein Gespräch über die Familie, das Alter, die Natur, den Tod, Euthanasie und über das Verhältnis der beiden zueinander. Bei Pudding und Kakao schlagen wie Blitze Lebensfragmente ein: Mutters Ängste vor ihrem stürmischen Mann. Joops ewiger Kampf um Anerkennung. Immer wieder bremst Mutters Vergesslichkeit. Krankheit oder Manöver?
Joop verabschiedet sich. Mutter, allein und in großer Verwirrung, stürzt.
Joop, wieder unterwegs, diesmal zum Krankenhaus, setzt sich mit ihrem nahenden Tod auseinander. Vielleicht heute schon? Oder in einer Woche? Als er ankommt erkennt sie ihn zwar anfangs nicht wieder, doch sie lebt. Enttäuschung. Alles geht weiter. Kein Ausweg?
Joop versucht es so:
„Mutter, ich hab ein Stück über Dich und mich gemacht, es heißt ‘Du bist meine Mutter’. Und alles, was ich darin sage, denn ich spiele Dich, hast Du in Wirklichkeit auch gesagt, also hast eigentlich Du das Stück für mich geschrieben. Und den meisten Menschen gefällt es. Ich bin sehr glücklich, und das hab ich Dir zu verdanken.“
Achim Conrad, Jahrgang 1965, Ausbildung am Konservatorium der Stadt Wien.
Schauspiel-, Musicalengagements u.a. am Volkstheater Wien, Burgtheater Wien, Theater Dortmund, Staatstheater Mainz, den Wuppertaler Bühnen und bei den Salzburger Festspielen. Diverse Tanztheaterproduktionen in den Niederlanden. Sprecher bei SWR und WDR. Mitbegründer und Partner des movingtheatre.de.
Bernd Sass, Jahrgang 1968, Regisseur u.a. Theater Innsbruck, Altonaer Theater Hamburg. Studium der Soziologie und Psychologie in Hamburg und Brighton / Großbritannien.  Projektleiter der empirischen Sozialforschung. Dozent für Sozialpsychologie an der London Metropolitan University. Research Fellow am UCL London. Mitbegründer und Partner des movingtheatre.de.
movingtheatre.de wurde 1997 gegründet und ist deutschlandweit das einzige freie Ensemble, das Sprechtheater, Tanz und musikalische Produktionen im Repertoire vereint. Unabhängig vom Genre werden die unterschiedlichsten Lebenszusammenhänge so genau wie möglich fokussiert “vom Kindergarten bis zum Altersheim“. Im Schauspiel und begleitenden Workshops werden alltäglich brennende Themen aufgegriffen, erzählerisch verdichtet und zu den relevanten Zielgruppen zurückgespiegelt. Im Tanz kreieren die Choreographen Massimo Gerardi und Emanuele Soavi theatralische, spartenübergreifende Projekte. Dabei stehen die Sinneswahrnehmungen, die Auseinandersetzung mit dem Körper als der unmittelbarsten Erfahrungs- und Ausdrucksebene des Menschen sowie gesellschaftsbezogene Themen im Vordergrund. Die musikalischen Produktionen und szenischen Lesungen eröffnen anregend-komische Blickwinkel auf Personen der Kulturgeschichte.
Internationale Festivaleinladungen, Kooperationen, Förderungen sowie diverse Auszeichnungen machen movingtheatre.de zu einem der bedeutendsten freien Ensembles in Deutschland. movingtheatre.de produziert seit 2003 in Köln. 2006 Gewinn des Kölner Tanzpreises und des Kölner Theaterpreises. National und international finden jährlich ca. 100 Gastspiele statt.
Aufführungsdauer: ca. 1h 20min, keine Pause
Aufführungsrechte beim LITAG Theaterverlag, Bremen
2011
Szenische Lesung im Stadeum
(Konferenzraum Elbe - 1. Stock)
29. September 2011 / 18:00 Uhr
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Stade durch Ihre Spende.

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